Chulo - Ein echter "bester Freund des Menschen"!
Chulo stammt, wie so viele notleidende Hunde, aus Spanien. Eine deutsche Organisation hatte
ihn gerettet, konnte ihn aber nirgends unterbringen. Zum Glück erfuhr Jeannette Zimmermann
von ihm und organisierte die Fahrt in die Schweiz. Am gleichen Tag brachte uns Jeannette
auch Jazzee. Die beiden Hunde hatten sich erst kurz vor der Reise kennen
gelernt aber es war Liebe auf den ersten Blick!
Leider litt Chulo extrem unter einer in Spanien weder erkannten noch behandelten Leishmaniose. Wir hatten sehr grosse
Mühe damit, die Krankheit unter Kontrolle zu bringen. Wenn die Tiere infiziert sind und nicht
behandelt werden, ist es möglich, dass man den Kampf verliert und der Hund
sogar daran sterben kann.
Leishmaniose ist für uns Menschen kaum gefährlich und daher können solche Tiere auch vermittelt
werden. Genauere Informationen folgen in Kürze in der Rubrik Gesundheit.
Die Abklärungen für Chulo waren langwierig und sehr kostspielig. Zuerst mussten Bluttests gemacht
werden. Nach deren Auswertung galt es, das richtige Medikament korrekt dosiert zu verabreichen und
dann konnten wir nur noch abwarten.
Lange sah es gar nicht gut aus für Chulo. Er frass zwar wie ein Scheunendrescher und
vertilgte 3 Mal pro Tag 500g angefeuchtetes Trockenfutter,
ergänzt mit Bierhefe, AnimaStrath sowie eigens für ihn zusammengestellten homöopatischen
Mitteln. Dennoch nahm er stetig weiter ab. Er konnte die Nahrung nicht mehr verwerten und
verlor immer mehr an Gewicht. Unzählige Tierarztbesuche brachten kein Licht in's Dunkel.
Chulo war fröhlich, anhänglich, verschmust und verspielt wie immer aber er sah erschreckend
mager aus.
Mitte September 2007 entschied ich mich, Chulo zu mir in's Haus zu nehmen und
ihn Tag und Nacht alle 3 Stunden zu füttern. Meine Angestellten und ich waren der Verzweiflung
nahe. Es war schlimm für uns, dass wir trotz all der ärztlichen Hilfe und grösstem
Engagement keinen Erfolg hatten.
Zu allem Überfluss besuchte uns eines Tages ein Pärchen aus Deutschland, welches sich für
heimatsuchende Hunde interessierte. Zur gleichen Zeit war Jeannette Zimmermann bei uns und
wir kümmerten uns zusammen um diese Leute. Unter anderem gefiel ihnen Chulo und sie
überlegten, ob sie ihm ein neues Daheim geben wollten. Sie entschieden sich schlussendlich
doch für einen anderen Hund und reisten nach 2 Tagen wieder nach Deutschland ab
mit dem Vorsatz, bald wiederzukommen und den ausgewählten Vierbeiner zu holen.
Nun ja, meistens kommt es anders als man denkt...! Jeannette und ich hatten mit den
beiden viele Stunden verbracht und ihnen ganz genau auseinander gesetzt, warum Chulo
so schlecht aussah. Dennoch hatten die beiden nichts besseres zu tun, als uns via
eMail bei diversen Personen zu diffamieren und zu verbreiten, wir würden uns nicht richtig
um Chulo kümmern.
Das Ganze ging so weit, dass Jeannette von der Organisation, welche uns Chulo zur Vermittlung
übergeben hatte, angefragt wurde, was los sei. Sie hätten gehört, der Hund bekäme zuwenig
Futter und würde fast verhungern (!!!). Darauf folgte eine richtige Mail-Flut und wir
verwendeten Stunden damit, nochmals alles zu erklären und zu berichten, dass Chulo unter
ärztlicher Beobachtung und Medikation steht. Es war ein Riesentheater!
Wieder einmal hatten wir mit bösartiger Verleumdung zu kämpfen und mussten unsere kostbare
Energie darauf verwenden, Schäden zu reparieren, welche Leute angerichtet hatten,
die nicht verstanden worum es eigentlich ging. Das Schlimmste an der Sache war, dass wir
dafür soviel Zeit aufwenden mussten. Zeit die wir um einiges sinnvoller hätten einsetzen können,
indem wir mit den Hunden gespielt, gekuschelt oder trainiert hätten. Warum nur ist es
immer wieder so, dass Menschen einander mutwillig etwas zuleide tun? Wir werden nie
verstehen, warum es ihnen nicht in erster Linie um das Wohl der Tiere geht, sondern bloss
darum, sich wichtig zu machen und in's Rampenlicht zu rücken. Dafür sind ihnen leider leider
alle Mittel recht...
Chulos Fotogalerie
Chulo und Jazzee am Mampfen!
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