Hopey - Ulknudel mit grosser Persönlichkeit!
Am 6. Juli wurde Hopey von Spanien nach Deutschland gebracht und ich und Silvia konnten
sie in der Nähe von Pforzheim abholen. Schon mein erster Eindruck war mehr als positiv; ich
habe die kleine, ca. 3 - 5jährige BullTerrier-Hündin sofort in mein Herz geschlossen!
Sie war mit Blessuren übersät und sah echt schlimm aus. Alle Gelenke wiesen Liegeschwielen auf.
Ihre Augen tränten und waren stark verklebt, die Pfoten geschwollen und aufgerissen
und sie litt ganz offensichtlich noch unter einer Vielzahl weiterer Beschwerden. Dennoch
freute sie sich über alle Massen, als wir sie begrüssten und ihr zeigten, wie glücklich wir
waren, sie endlich bei uns zu haben.
Ich meldete Hopey sofort beim Tierarzt an. Wir wussten zwar schon, dass sie
keine der typischen Mittelmeerkrankheiten aufwies, liessen ihr Blut aber dennoch nochmals
untersuchen. Abgesehen von erhöhten Leberwerten waren alle Tests negativ und Hopey total gesund.
Wir rätselten über den Leberwerten und begannen eine Therapie für das geschwächte Organ. Ausserdem
bekam sie Medikamente, um die ermüdeten Tränendrüsen wieder anzuregen und für die trockenen Augen
eine Salbe, welche wie künstliche Tränenflüssigkeit wirkt und die Augen befeuchtet.
Grosse grosse Sorgen machte ich mir um Hopey Pfoten! Sobald sie sich etwas langweilte, begann sie
heftig daran zu knabbern und an ihnen herumzubeissen. Die Ballen wurden immer wunder und die Risse
so tief, dass sie kaum mehr gehen konnte. Es schien mir, als juckten die Pfötchen grässlich und
durch die Beisserei wollte sie den Schmerz loswerden und wegbeissen.
Mein armer Tierarzt musste sich mehr als einmal meine Hilferufe anhören, wenn ich nicht mehr
weiterwusste und vor Mitleid und Verzweiflung mit der Kleinen fast geheult habe. Mein
Standardsatz lautete: "Aber da muss man ja etwas unternehmen können! Das ist doch kein
Zustand!"
Wir nahmen ihr ein zweites Mal Blut ab und punktierten einen der kleinen weichen Knoten,
welche man durch die Haut ertasten konnte. Eigentlich hätte ich die Resultate der Tests abwarten
sollen aber ich habe es vorgezogen, Herrn Dr. Hagen so zu bearbeiten, dass er mir zusätzlich
zu den Antibiotika noch Tabletten gegen den Juckreiz mitgegeben hat.
Endlich erfuhr die arme Seele etwas Linderung! Die Anti-Juckreiztabletten, das Schmerzmittel
Rimadyl sowie die Antibiotikakur schlugen an und sie konnte endlich aufleben!

Es war eine schwere und traurige Zeit und ich dachte mehr als einmal, dass wir Hopeylein
möglicherweise verlieren würden. Zum Glück ist sie ein BullTerrier-Pänzerchen, die geben nicht
so schnell auf!
Es hat sich Alles gebessert! Die Augen sehen supergut aus, die Blut- und Punktionsresultate haben ergeben,
dass sie weder an Tumoren noch sonstigen Widerwärtigkeiten leidet und ihre Pfoten lässt sie endlich
beinahe ganz in Ruhe. Zudem bilden sich die Schwielen zurück und ihr Fell bekommt wieder mehr
Dichte und langsam sogar einen schönen Glanz.
UFFFFF!!!!!
Jetzt können wir darüber nachdenken, ein geeignetes Plätzchen für den süssen Zwerg zu finden.
Hopey braucht alles auf einmal:
Ruhige und geerdete Menschen um sich herum, die aber dennoch
wild mit ihr spielen können. Sie dürfen sich nicht ärgern, wenn es bei der Spielerei manchmal
einen blauen Fleck oder einen roten Striemen gibt. Hopey muss bei Bedarf stundenlang und laut
schnarchend rücklings auf dem Sofa oder dem Hausherrensessel liegen dürfen. Sie möchte
ausserdem (fast) überall mit dabei sein und ich wünsche mir für sie, dass sie so richtig
verwöhnt und umsorgt wird. Sie ist ein so liebenswerter charmanter Sturkopf und ihr Leben
war bis vor wenigen Monate dunkler als die Hölle. Ungeliebt in eine Tötungsstation abgeschoben,
seelisch krank dahinvegetierend und schlussendlich vom ehemaligen Besitzer total vergessen...
Glücklicherweise gibt es auch in Spanien Tierfreunde und -retter! Diese Menschen haben sich
ihrer angenommen und organisiert, dass sich für sie endlich das Tor zu einem besseren Leben
öffnet. Die Tierpension Weiermatt ist quasi die heilende Warteschleife, bis Hopey an ihrem Ziel
ankommen darf. Sie wurde übrigens bereits kastriert, ist vollständig geimpft, durchgecheckt und
selbstverständlich auch entwurmt.
Wenn Ihr Herz beim Anblick von Hopey aufgeht und Sie ihr ein Zuhause auf Lebzeiten bieten
möchten, freue ich mich über ein eMail auf
weiermatt@gmx.net
Vielen Dank!
Sascha Winzeler, Inhaberin Tierpension Weiermatt
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